Thema Schafe   -   Sprachförderung in der Kleingruppe

Idealerweise haben Kleingruppen im Kindergarten eine Gruppengröße von 3 Kindern und füllen einen Zeitraum von 30 Minuten. Somit ist gewährleistet, dass die Kinder sich intensiv mit einem Thema befassen können und ihre Aufmerksamkeitsspanne nicht überstrapaziert wird. Gleichzeitig kann man eine mögliche 6er Gruppe über die Zeitdauer einer Stunde halbieren und 2 halbstündige Gruppen anbieten.

 

Nun aber zum Thema Schafe. Vor einem Jahr entdeckte ich ein wunderbares Bilderbuch namens "Die schöne Schelly" von Eve Tharlet. Nicht nur, dass es gehäuft Sch-Wörter enthält, es ist auch wunderschön gezeichnet. Da ich sehr unterschiedliche Kinder betreue, d.h. Kinder, bei denen sehr unterschiedliche sprachliche Themen angesprochen werden sollten, haben sich in der letzten Zeit einige Ideen angesammelt - etliche davon konnte ich bereits umsetzen. Die Themen umspannen die wesentlichen sprachlichen Förderbereiche:

  • Hören und Verstehen
  • Kommunikation und Wortschatz
  • Artikulation
  • Grammatik
  • andere Bereiche: Mengen, Farben, Serialität, Kontrolle, Gedächtnis, Graphomotorik

Auch wenn das Hören und Verstehen die Grundlage aller Kommunikation und des Aufbaus eines Wort-schatzes ist, so möchte ich es weiter nach hinten stellen, da 1. zuallererst das Thema Schafe angesprochen und das Bilderbuch vorgestellt werden sollte und 2. Kinder mit Problemen des Sprachverstehens nicht so leicht zu erkennen sind. Damit meine ich, dass Kinder evtl. auffallen, weil sie einen geringen Wortschatz haben, man aber erst mit der Zeit anhand ungewöhnlicher Reaktionsweisen entdeckt, dass die Grundlage der Probleme in Wirklichkeit im Bereich des Sprachverstehens liegt.

 

1. Kommunikation und Wortschatz

 

Beginnen wir mit den Bauernhoftieren. Wir benennen die vorhandenen Holz- oder Plastiktiere und suchen die Schafe heraus. Der Schäfer führt alle Schafe auf die Weide. Dabei hilft ihm der Schäferhund.  Für jüngere Kinder beginne ich somit handelnd in einem Spiel, biete die Namen der Bauernhoftiere an, baue mit Zaunteilen eine Weide und locke die Tiere ("Schaf, komm") auf die Weide. Vier Wörter (unterstrichen), die unmittelbar mit den Schafen zu tun haben, werden besonders betont und häufiger gesprochen.

 

Das Spiel lässt sich fortsetzen:

Die Schafe haben Hunger, sie essen Gras (Gräser), Blumen, Äpfel und evtl. anderes Obst.

Die Schafe haben auch Durst, sie trinken Wasser an der Tränke oder aus einer Pfütze.

 

Der Wortschatz erweitert sich um Essbares und Trinkbares.

 

Wenn der Schäfer mit seiner Schafherde loszieht, so treffen sie andere Tiere - Tiere des Waldes, Kleingetier, Insekten.

 

Der Schäfer gibt einzelnen Lämmern Namen, vielleicht können wir gemeinsam die Namenreihe der 6 neuen Lämmer lernen:

Max und Mia, Paul und Lina, Karl und Minchen.

Wer will kann 6 Lämmer in den verschiedenen Farben des Farbwürfels anmalen, wir würfeln und sagen immer den Namen des farblich passenden Schafs: Das rote Schaf ist Minchen, das blaue Schaf ist Karl ... Bei diesem Spiel rutschen wir bereits in eine kleine Gedächtnisübung  -  aber der gezielte Wortschatzaufbau ist ja nichts anderes, als neue Wörter abzuspeichern, mit passendem Inhalt zu füllen und mehrfach zu üben.

 

Nun zum Bilderbuch: Die schöne Schelly

Wir betrachten gemeinsam die erste Seite und ich erkläre, wer Schelly ist: das kleine Schaf. Die übrigen Schafe sind schon geschoren, nur Schellys Mutter noch nicht. Der Schäfer kommt gleich auch zu ihr, um die Wolle mit der Schere ( oder elektrischen Schere oder Schermaschine - je nach Alter des Kindes ) abzuschneiden. Schelly fragt, ob ihre Wolle auch abgeschnitten wird. Darauf antwortet Mutter Schaf: "nein, deine Wolle ist noch zu kurz, sie muss erst noch lang wachsen. Vielleicht nächstes Jahr! Die Mutter schickt Schelly in den Garten.

Nach diesen einleitenden Worten entspannt sich häufig ein gemeinsames Gespräch, da Schelly verschiedene Tiere trifft: die Schnecke, die Maus, das Reh, die Schlange, das Schwein und schließlich die Eule.

 

Beim zweiten Anschauen des Buches wissen die Kinder häufig schon viel selbst zu erzählen oder stellen Fragen. Manche hören noch recht zurückhaltend zu. Meistens male ich mit den Kindern dann noch ein Schaf: große Wolke, kleine Wolke mit Halbkreis als Gesicht, 4 Beine: vorne 2 und hinten 2. Schwanz und Ohren füge ich meist hinzu. Bei jungen Kindern male ich das Schaf und sie malen Augen, Ohren und Mund in das Gesicht.

Beim zweiten Anschauen des Buches wissen die Kinder häufig schon viel selbst zu erzählen oder stellen Fragen. Manche hören noch recht zurückhaltend zu. Meistens male ich mit den Kindern dann noch ein Schaf: große Wolke, kleine Wolke mit Halbkreis als Gesicht, 4 Beine: vorne 2 und hinten 2. Schwanz und Ohren füge ich meist hinzu. Bei jungen Kindern male ich das Schaf und sie malen Augen, Ohren und Mund in das Gesicht.

Beim dritten Mal erzählen wir anhand von 12 Einzelbildern die Geschichte in ihren wesentlichen Zügen nach. Die Kinder bekommen die 12 Farbbilder mit heim, damit sie auch dort von dem Schaf Schelly erzählen können.

 

Je nach Problembereich der Kinder kann die weitere Sprachtherapie unterschiedlich fortschreiten:

  • Artikulation: Sch-Wörter
  • Grammatik - Satzbau:  Das Schaf isst, das Schaf trinkt ...
  • Grammatik - Morphologie: das große Schaf - das kleine Schaf, ich gebe dem großen Schaf Futter (Genus),   ein Schaf - viele Schafe, eine Schnecke - viele Schnecken, eine Schlange - viele Schlangen, ein Lamm, viele Lämmer ... (Plural).
  • Gedächtnis
  • Farben
  • Mengen
  • Wortschatz
  • Wissenserweiterung - dazu bietet das Bilderbuch eine bildhafte Darstellung der Schur und der Wollverarbeitung an. Da ich ein eigenes Spinnrad, Wolle und etliche Wolljacken besitze, kann ich dies anschaulich darstellen.

 

2. Artikulation


2.1. Mundmotorik 

Kleine Wollebobbel lassen sich wunderbar über den Tisch pusten. Manchmal bauen wir uns einen Stall oder ein Tor aus Bauklötzen als Pusteziele dazu.

 

Seit kurzem gibt es auch ein Pusteschaf, das über den Bleistift gerollt einen sanften Bogen bekommt und dadurch wunderbar über den Tisch gepustet werden kann.

 

Jeder Therapeut freut sich über Arbeits-erleichterungen bei Verbrauchsmaterial: daher kann man auf dem zusammen gefalteten Blatt die Schafe gleich 4fach ausschneiden.

 

Wer ein Farbwürfelspiel machen will  -

den Farbwürfel werfen und dann das farblich entsprechende Schaf pusten - legt noch ein

postkartengroßes Blatt ein, schneidet somit jedes Schaf 5x aus und malt die Schafe in den Farben des Farbwürfels an.

Weiß ist wieder die Wunschfarbe, d.h. das Kind kann bei weiß sagen, welches Schaf es pusten möchte: "das blaue Schaf" oder "ich puste das blaue Schaf weg" .o.ä.

 

Als weiteres Pustespiel lassen sich aus Seidenpapier kleine Seidenblumen schneiden, die man als Futter zu den Holzschafen vom Bauernhof pusten kann. Sie den Pusteschafen zu zu pusten ist nicht ratsam, da die Puste-schafe mit durch die Luft wirbeln und davonfliegen.

 

2.2. Der Laut /sch/

Das Buch von der schönen Schelly bietet einige Wörter an, die mit dem Laut /sch/ beginnen:

Schaf     Schelly     Schafmutter     Schäfer     Schur     Schere     Schafwolle

 

aber auch:

Schnecke, Schlange, Schwein, Schmutz (das Schwein badet gerne in der Pfütze und wird schmutzig)

Schiff, schön, Spiegelbild

Schal, Strumpf, Handschuh

 

Um den Laut /sch/ zu üben, habe ich ein Schafmemory gemalt, sowie zwei Schafdominos ausgedacht.

Schafmemory: Das Schaf isst, das Schaf trinkt, das Schaf steht ...

Schafdomino 1 : Das Schaf ist rot, das Schaf ist lila, das Schaf hat blaue Streifen ...

Schafdomino 2 : Das Schaf hat eine Schaufel im Bauch  oder: Das Schaf hat einen Schokoladde gegessen, ...

 

Des Weiteren habe ich einige Sprechmalverse entwickelt:

  1. Das Schaf läuft zum Stall.
  2. Schnipp, schnapp, Wolle ab.
  3. Der Schäfer sucht den Schuh, das kleine Schaf schaut zu                                                               oder: Paul sucht seinen Schuh und das Schaf schaut zu.
  4. Ein Handschuh für das Reh, ein Handschuh für die Maus und du bist raus.
  5. Schi, scha, schu, das Schaf gibt keine Ruh: mäh, mäh, mäh.

An dem Vers "Schnipp, schnapp, Wolle ab" ist sehr schön zu erkennen, wie sehr die Kinder kurze Reime mögen, und wie eingängig diese kurzen Reime sind: die Kinder sprechen sofort mit und wissen den Vers beim nächsten Mal noch !!

 

2.3. Die Laute /f/ und /w/

Gerade jüngere Kinder ersetzen den Laut /f/ häufiger durch den Laut /s/ oder den Laut /d/. Da auch für sie das Thema Schafe ansprechend ist, kann die Einheit "Schafe" bzw. "Schelly" zur Festigung der Laute /f/ und /w/ dienen. Beide Laute werden an der gleichen Artikulationsstelle einmal mit Schwingung der Stimmlippen (w = stimmhaft) und einmal ohne Bewegung der Stimmlippen im Kehlkopf (f = stimmlos) gebildet.

 

Wichtige Worte sind: Wolle, Fell, Futter und Schaf oder Schafe, sowie Schäfer.

 

 

 3. Grammatik    Satzbau und Morphologie

Einige Anregungen für feste Satzmuster, die man während des ganzen Spiels beibehält und vom Kind auch immer wieder einfordert (natürlich je nach Vermögen des Kindes!).

 

  • "Das Schaf ist groß, das Schaf ist klein."    --> wir sortieren die Schafe auf 2 verschiedene Weiden.
  • "Das Schaf isst einen Apfel."                     --> wir verfüttern Äpfel und Blätter
  • "Das Schaf isst, das Schaf trinkt."             --> wir führen das Schaf zu den Blättern oder zur Tränke
  • "für das große Schaf - für das kleine Schaf"      --> wir verteilen Futter
  • "das Schaf isst Käse  -  aufgegessen!"       --> mit der Schaf - Handpuppe lassen wir das Essen                     anschließend unter den Bauch verschwinden, für die Kinder ein herrlicher Spaß!

Die Handpuppe hat nach kurzer Zeit eines der Mädchen geführt und sich bei mir abgeschaut, wie das Essen verschwunden, sprich aufgegessen ist.   ( siehe folgendes Foto )

Als Farbwürfelspiel müssten etliche Schafe in rot, gelb, blau, grün und orange angemalt werden. Dann könnte man würfeln und anhand der Würfelfarbe sagen:

"Ich nehme das rote Schaf" usw.

 

Ältere Kinder wissen vielleicht schon, was die Schafe gerne essen. Mit ihnen kann man das Wechselgespräch führen:

Das Schaf isst gerne Gras.

Das Schaf isst gerne Blätter.

Das Schaf isst gerne Blumen.

Das Schaf isst gerne Äpfel.

 

Wer Lust hat, kann das Spiel anhand des nebenstehenden Bildes abwandeln: "Das Schaf isst gerne Pizza." o.ä.

 

Da der Dativ vielen Kindern im Kindergartenalter nicht sehr geläufig ist, kann man anhand des Bildes mit den vielen Wollebergen, die frisch abgeschoren worden waren, fragen: "Wem gehört dieser Wolleberg?" - "Diesem Schaf" oder: "Dem Schaf, das gerade wegläuft." usw.

Auch kann man Kastanien oder Blätter als Futter verteilen und sagen:"Ich gebe dem weißen Schaf Futter, ich gebe dem braunen Schaf Futter"... oder auch in der 3.Person: "Der Schäfer gibt dem weißen Schaf Futter, der Schäfer gibt dem braunen Schaf Futter."

 

Zum Üben der Pluralformen eignen sich die Tiere im Buch von der schönen Schelly, da sie verschiedene Mehrzahlformen repräsentieren:

 

ein Schaf          - viele Schafe                        eine Schnecke   - viele Schnecken

eine Maus         - viele Mäuse                        ein Reh             - viele Rehe

eine Schlange    - viele Schlangen                  ein Schwein       - viele Schweine

 

ein Schäfer        - viele Schäfer                      ein Schiff           - viele Schiffe

ein Fell              - viele Felle                          eine Eule           - viele Eulen

ein Vogel           - viele Vögel

 

Auch die Präpositionen lassen sich mit dem Schaf üben:

Auf das Bilderbuch bezogen kann man die Kinder darauf aufmerksam machen: Das kleine Schaf Schelly steht neben der Mutter, die Schnecke sitzt auf der Tomate, das Schaf steht vor dem Reh, beide sind im Wald, die Schlange liegt im Sand, das Schwein sitzt im Stall, Schelly spaziert auf der Mauer, sie sieht sich im Wasser, Schelly stößt gegen den Baum, die Vögel und die Eule fallen von dem Baum, die Eule sitzt neben Schelly.

Die Handpuppe aber auch jedes andere Schaf ist geeignet, dass man Bilder, die mit dem Laut /sch/ beginnen, auf unter vor hinter das Schaf legt.

 

 

4. Andere Bereiche:

 

Emotionaler Bereich: ich bin Schelly, ich bin schön,  ich bin stolz auf meine Wolle ...

Mengen:Wer eine riesige Schafherde hat, baut viele Weiden und entscheidet, ob immer 3 oder 4 oder 5 Schafe auf die jeweilige Weide dürfen. Allgemeiner können wir auch mit den Zäunen kleine Weiden aus 3 Zaunteilen und große Weiden aus 6 Zaunteilen bauen. Dorthinein kommen kleine Schafmengen von 2-3 Schafen oder große Schafmengen von 5-6 Schafen.

 

Kürzlich haben wir Türme aus großen legoähnlichen Bauklötzen gebaut. Jedes Schaf durfte entscheiden, ob es auf einen Dreier- oder Viererturm steigen wollte.

 

Gedächtnis: Gerne setze ich auch meine Memorybilder mit Abbildungen von 12 verschiedenen Sch-Wörtern ein. Dazu brauchen wir ein rotes, gelbes, blaues, oranges und grünes Schaf, die größer sind als die einzelnen Memorybilder. Alle 12 Abbildungen liegen auf dem Tisch, wir legen das gelbe Schaf auf den Schal, das blaue Schaf auf das Schiff ...  Nun wird gewürfelt. "Gelb - was ist unter dem gelben Schaf?"

Wer noch weiß, was darunter liegt, darf das Bild nehmen und das gelbe Schaf auf eine andere Sch-Abbildung legen. Wer es nicht mehr weiß, darf drunter schauen und allen den Schal zeigen, der unter dem gelben Schaf liegt, läßt die Karte aber am Platz liegen und bedeckt sie wieder mit dem gelben Schaf.

 

Die Anzahl von 12 Sch-Bildern reicht für die Konzentration von Kindergartenkindern völlig aus.

 

Schneller Abruf und Serialität:

Wer Glück hat und einen Schafausstanzer besitzt, dazu einen Kuhausstanzer, kann mit den Kindern viele Schafe und Kühe ausstanzen.

Diese legen wir anschließend in eine Reihe und "lesen vor" was vor uns liegt: Kuh - Kuh - Schaf - Kuh - Schaf - Schaf usw.

Es geht darum, schnell auf das Wort zuzugreifen und dieses entsprechend der Abbildung zu nennen. Diese hohe Abrufgeschwindigkeit brauchen die Kinder beim Lesenlernen, wenn sie ein Graphem (den Buch-staben) sehen und dazu den entsprechenden Laut nennen sollen.

 

Für eine weitere Spielidee brauchen wir ausgestanzte Schafe und Kühe in verschiedenen Farben.

Hierbei gilt es, eine Reihenfolge fortzusetzen, z.B.

rotes Schaf - gelbes Schaf - grünes Schaf - rotes Schaf - gelbes Schaf -    und was kommt nun? grünes Schaf, dann wieder rotes Schaf usw. Das Kind sollte die Möglichkeit haben, die Reihe noch ein Stück fortzusetzen, und wir gehen davon aus, dass es leise die einmal erkannte Reihenfolge: rot - gelb - grün mitspricht.

Eine weitere Reihe kann sein:

rotes Schaf - rote Kuh - blaues Schaf - blaue Kuh - rotes Schaf - rote Kuh ...

Mal gibt der Erwachsene eine Reihenfolge vor, mal das Kind oder die Kinder untereinander. Die Beachtung der Reihenfolge ist beim Schreiben von Wörtern wichtig, sonst gibt es "Buchstabensalat" und der Leser muss raten, was mit dem "Buhsctabensaltat" gemeint ist

 

 

 

Für die wichtigen Wörter von Schelly habe ich ein Arbeitsblatt für den schnellen Abruf erstellt. Es ist unten angehängt. Mit den 4 verschiedenen Abbildungen Schaf Schere Schnecke und Schiff kann man auch Reihenfolgen legen und somit die Serialität üben.

 

Kontrolle: In der Rechtschreibung ist Kontrolle des gerade geschriebenen Wortes unerlässlich. Ein sehr nettes Spiel ist bei Ravensburger erschienen: Kuh & Co. Auf reizend gemalten Bildern mit verschiedenen Motiven der 6 Tiere: Schaf und Schwein, Kuh und Katze, Hahn und Hund sieht man bis zu 5 Tiere. Diese gilt es zu erwürfeln. Wie schnell greift doch eine Hand wieder nach den Würfeln, ohne gesehen zu haben, dass der gesuchte Hund als Würfelbild dabei war !!!

 

Graphomotorik: wie oben erwähnt male ich gerne Schafe oder noch besser Sprechmalverse. Als Ergänzung kann ich noch anführen, dass wir einmal dem Schaf farbenfrohe Kringel gemalt haben und bei jedem Kringel "Schaf" gesagt haben.

 

5. Hören, Verstehen und Merken    (Der Bereich, den ich noch schuldig geblieben bin!)

 

Beim Anschauen von Bilderbüchern gibt es 3 verschiedene Sprachebenen:

  • Der Erwachsene erzählt. Er bezieht dabei den Text und das Bild ein und wählt einfache, den Kindern verständliche Worte.
  • Das Kind erzählt, was es auf dem Bild sieht und/oder - nachdem ihm das Bilderbuch bereits bekannt ist - was es weiß.
  • Der Erwachsene liest den Text vor. Der Text ist in Schriftsprache verfasst und nicht immer für die Kinder verständlich, daher sollte meist erst einmal das Betrachten und Besprechen der Bilder Vorrang haben.

Um die Bilder zu vertiefen, kann man auf Einzelheiten aufmerksam machen: ich sehe das Fahrrad...  oder: du suchst jetzt die Gießkanne ...  oder: zeig mir den roten Laster. Erweitert auf 2 Gegenstände muss sich das Kind 2 Dinge merken und nacheinander suchen.

 

Den Kindern gebe ich gerne die Geschichte eines Bilderbuches auf mehreren Bildern mit einfachen Texten mit nach Hause, sodass sie zuhause auch erzählen können, um was es in der besprochenen Geschichte geht.

Diese Bilder kann ich einzeln auf den Tisch legen und die Kinder erzählen lassen.

Oder aber ich kann, um ein genaues Hören und Aufpassen zu erzielen,  immer zwei Bilder hinlegen und zu einem Bild einen passenden Satz sagen.

 

Im Schellybuch finden sich abschließend viele Bilder zum Scheren, Waschen, Spinnen und Verarbeiten der Wolle. Diese kann ich hinlegen und immer 2 hintereinanderliegende Abläufe benennen:  zuerst ... dann ... Das Kind sucht die erklärten Bilder heraus.

 

Als Querverbindung zu den Mengen kann ich beim Bauen der Türme konkrete Anweisungen geben: "Baue bitte einen Turm aus 4 blauen Bauklötzen." oder: "Dieses Schaf möchte auf den roten 4er Turm ..."

 

Gutes Zuhören ist auch bei den 10 Reimsätzen wichtig, die ich mir zum Schelly-Buch ausgedacht habe. Gleichzeitig wird das Gefühl für Reimpaare im Sinne der Phonologischen Bewusstheit geübt:

Es frisst ganz brav, das kleine _____________                                           (Schaf).

Wer versteckt sich in der Hecke? Auf der Tomate sitzt die ___________       (Schnecke).

Was ist wohl ein Riff? Ein Fels im Meer - drumrum fährt jedes ________       (Schiff).

Der Schäfer holt die schwere Zange, am Strand liegt eine lange _______      (Schlange).

Das Schaf ist noch ganz klein, im Stall sitzt ein ___________                       (Schwein).

Es sucht im Stall nach Schutz, das Schwein ist voller ______________         (Schmutz).

Durch die Wiese läuft ein Igel, Schelly schaut in einen  ____________          (Spiegel).

Schelly läuft hin und her, sie schwitzt, das Fell ist viel zu __________           (schwer).

Im Meer schwimmt ein Wal, das Reh trägt einen _____________                 (Schal).

Die blaue Mütze trägt der Schlumpf, die Schlange wünscht sich einen _____  (Strumpf).

 

Sind die Rätsel zu schwer, müssen Bilder von den 10 Rätselwörtern her.

6. Nachtrag

 

Inzwischen gibt es sogar ein Schaf - Schnecken - Bingo:

 

 

 

 

 

Weitere Ideen zu Schafen finden sich in meiner

 

Ideensammlung zur Sch-Therapie

 

(Bestellmöglichkeiten über meine eMail-Adresse 

   --> siehe oben links unter der Gliederung) :

 

Schafwege

Schafwürfel

Schaf - Farbspiel

Schafspiel: Wo ist das Schaf?  -  mit Würfel vom Stall und dem Schaf in verschiedenen Positionen.

Abzählspiel mit 6 Schafen und 6 Schildkröten

Fingervers: Das ist die Schafmutter ...

Schaflied

Schafwege

Schafbingo mit 12 Memorybildern

Sprechmalverse zum Thema Schaf

 

7.Anhänge

 

 

Schafdomino: "Das Schaf hat Schokolade gegessen...!"

Bitte die Schafe zuerst anmalen.

Bei mir haben die Farben nicht ausgereicht, ich habe Farbpunkte und Streifen hinzugenommen.

Die Schafe, die nur hälftig zu sehen sind, sollte man tunlichst einfarbig anmalen und für die Streifen die Mittelschafe vorsehen.

 

Schafwege  -  als Anregung !