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Eltern können Sprache fördern                      Infoblatt  Theda Hiller

 

 

Sprechen Sie mit Ihrem Kind,

      wenn Sie es anziehen.

      wenn Sie gemeinsam am Tisch sitzen und essen.

      wenn Sie zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs sind.

      wenn Sie miteinander in der Küche hantieren.

      wenn Sie den Einkaufskorb ausräumen.

                                                                      

                                                                                              

                                                                                         Sprechen Sie beim

                                                                       Ausräumen vom Einkaufskorb:

                                                                       Das ist die Milch.

                                                                       Das ist das Brot.

                                                                       Das ist das Bier.

                                                                       Oder für ältere Kinder:

                                                                       Das Mehl  kommt in den Schrank.

                                                                       Der Reis   kommt in den Schrank.

                                                                       Die Milch kommt in den Kühlschrank.

                                                                       Die Äpfel  kommen in die Schale.     

 

Es gibt im Alltag viele Situationen, in denen Sie dem Kind neue Wörter anbieten können !

 

Vielleicht merken Sie : Es gibt lange Wörter und kurze Wörter. Zunächst fallen den Kindern die kurzen Wörter leichter. Wenn Anna „Süßis“ sagt, so ist das Wort, das ihre Mutter ihr anbot, für sie sehr viel einfacher zu sprechen als Schokolade, Schlotzer oder Kekse.

 

Auch bei den kurzen Wörtern gibt es  -  bedingt durch die Laute  -  unterschiedlich leicht zu sprechende Wörter: „Auto“ lässt sich leichter sagen als „Straße“. Normalerweise vereinfachen die Kinder so lange die Wörter, bis sie sie richtig sprechen können : „Nunu“ sind Nudeln und „nane“ oder „bane“ steht für Banane und „fant“ für Elefant.

 

Wenn Sie in ganzen Sätzen sprechen und die wichtigen Wörter betonen, so hört das Kind diese Wörter heraus und spricht sie zunächst als einzelne Wörter – bei Liedern ist es evtl. das letzte Wort im Vers.                    Allmählich kombiniert das Kind seine Wörter zu kleinen Sätzen, z.B. „da teine nei“  meint: Felix lädt in den Laster Steine ein.

 

Diese Sätze werden immer länger und immer richtiger. Die Grammatik wird immer besser unserer Sprache angepasst. Natürlich enthält sie auf dem Weg zur kompletten Sprache noch kleine Fehler : „oh, was abbebeißt“.

 

Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch, wenn Sie miteinander spielen, begleiten Sie Ihre Handlungen im Spiel mit Sprache in einfachen, ganzen Sätzen.

 

Sprechen Sie mit Ihrem Kind,

      wenn Sie mit Bauklötzen und Bauernhoftieren spielen,

      wenn Sie mit Puppen spielen.

      wenn Sie ein Farbwürfelspiel machen.

      wenn Sie Lotto spielen.

      wenn Sie gemeinsam etwas bauen.

      wenn Sie ein Bilderbuch anschauen    -     schauen Sie es an und erzählen Sie mit Ihren       

                                                                        Worten, was auf den Bildern zu sehen ist.

                                                                        Bald erzählt Ihr Kind gemeinsam mit Ihnen.

 

 

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Sprachanregung mit einem Marienkäfer - Elternanregung

 

Ganz wichtig ist mir, die Eltern in die Sprachförderung mit einzubeziehen.

Nach der Einrichtung von Kleingruppen bereits für Zweijährige werde ich vermehrt auch dorthin gerufen. Im Normalfall sind dort die Erzieherinnen meine Gesprächspartner, da die Eltern auf dem Weg zur Arbeit sind.

 

Kürzlich habe ich Glück: das Kind wird gerade erst von der Mutter gebracht.

Der Junge hat einen Marienkäfer in der Hand. Dies nutze ich aus und lenke seinen Blick auf den eigenen Käfer: "Guten Tag, Käfer - hallo Käfer." Er schaut auf seinen Käfer.

"Oh, der Käfer hat ein Bein, noch ein Bein, ein Bein, ein Bein ..." so begrüße ich alle 6 Beine vom Käfer.

Erfreulicherweise spricht der Junge mir nach und sagt auch "Bein".

Darauf nehmen wir uns das Gesicht vor: "Der Käfer hat eine Nase!" Junge: "Nase". "Wo ist deine Nase?" Er zeigt sie mir.

"Der Käfer hat Augen und Fühler, da sind die Fühler." -

"Da sind Flügel, der Käfer hat Flügel, er kann fliegen." Ich nehme den Käfer und bewege die Flügel. "Das sind Flügel, der Käfer fliegt." - 

"Der Käfer fliegt auf meinen Kopf." Er strahlt. "Auf Deinen Kopf, auf meinen Kopf". Er schlägt leicht auf seinen Kopf und sagt: "Kopf".
Ich bewege wieder die Flügel und sage:"Der Käfer fliegt", er wiederholt: "fliegt".

 

Bei allem steht die Mutter dabei und beobachtet uns lächelnd. Sie ist erfreut, wieviel der Junge spricht  - und hat hoffentlich das kleine Spiel verstanden und greift es auf, indem sie zuhause ähnliche kleine Anlässe zur Ansprache an das Kind benutzt.

Beim nächsten Mal hat der Junge ein ähnlich weiches Schmusetier dabei. Es heißt Mini - ein kurzer und leicht zu sprechender Name. Ich begrüße Mini zunächst: "Hallo Mini". Wir spielen ein wenig mit Mini. Mini läuft weg - unter die Heizung. Mini kommt wieder hervor. Ich begleite beides mit Sprache: "Mini läuft weg, Mini ist da", und höre von ihm: "Mini jeg - da Mini". 

Er hat Freude am Sprechen und drückt inzwischen das aus, was bei ihm möglich ist. Der Erzieherin sagte er: "Papa, Arbeit, Auto."

 

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