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Farbspiele für die Kleinen    -    viele kleine Ideen und 2 Arbeitsblätter  --> bitte runterscrollen

 

Einfache Farbspiele können verschiedene Ziele haben :

  • wir lernen die drei Grundfarben rot, gelb und blau
  • wir lernen neue Wörter für unseren Wortschatz kennen
  • wir üben das Sortieren und begeben uns damit in den Kognitiven Bereich und bauen Denkstrukturen auf.

Egal welchen Bereich wir wählen, wir hantieren mit Gegenständen und ergänzen unser Tun sprachlich.

 

 

Ein erstes Spiel kann darin bestehen, dass wir einen roten Eimer nehmen, durch den Raum gehen und rote Dinge in den Eimer sammeln.

Anschließend leeren wir alles auf den Boden und schauen alles an.

Wir hantieren damit, unterstützt von Sprache:

"Der rote Käfer läuft."

"Das ist eine Schere, eine rote Schere", oder: "die Schere ist rot", oder: "eine rote Schere, mit der kann ich Papier schneiden".

"Der Apfel ist rot. Ich esse den Apfel." (Pantomimisch, wenn er nur aus Plastik ist!)

Manchmal sprechen wir auch nur drüber: "schau, ein roter Stift".

 

Haben wir alles betrachtet, heben wir alles einzeln hoch, benennen es nochmals  und legen alles wieder in den roten Eimer.

Ein anderes Mal kommt die Farbe gelb dran, wir schauen uns um und sammeln Dinge ein, die gelb sind.

Diesmal wird der Eimer nicht recht voll, aber wieder leeren wir alles aus, betrachten, "bespielen" und benennen alle Dinge und räumen sie schließlich alle wieder in den gelben Eimer zurück.

Nun kann es natürlich passieren, dass die Inhalte von beiden Eimern durcheinander geraten, unsere Sprache verändert sich:

"Das ist ein rotes Tuch, wohin kommt das rote Tuch?" Vielleicht antwortet das Kind: "Eimer - hot", dann lobe ich: "Richtig, in den roten Eimer"

oder: "Wir räumen auf: in den roten Eimer, in den roten Eimer, in den roten Eimer, in den gelben Eimer, in den gelben Eimer, in den ..." und legen die verschiedenen Gegenstände entsprechend ihrer Farbe in die beiden Eimer.

Nun konnte ich bisher keinen blauen Eimer finden, um das Spiel mit blauen Gegenständen zu wiederholen.

Dafür besitzen wir ein rotes, ein gelbes und ein blaues Tuch, sodass wir uns aus dem blauen Tuch eine Tasche knüpfen und blaue Gegenstände in die Tuchtasche sammeln können ...

Um gelbe und blaue Gegenstände nebeneinander zu stellen und zu sortieren, müssen mir 2 Dinos helfen. Wir finden gelbe Dinge, die der gelbe Dino essen mag: Mais, die Banane, Käse, Ananas...  Aber der blaue Dino schaut etwas neidisch herüber. Zum Glück gibt es bei unserem Angelpuzzle einige blaue Fische, die er essen kann.

 

Soweit so gut - was haben wir gesprochen?

Wir haben 3 Farbwörter genannt, die einsilbig und kurz sind: rot, gelb, blau, dazu kamen die leicht zu sprechenden Wörter: Eimer, Dino, Tuch, Gebrauchsgegenstände wie Besen, Teller, Gabel, Band, Stift, Schere und Lebensmittel: Mais, Banane ( wird bane oder nane genannt), Ente, Käse, Apfel, Fisch   -   die Zitrone ist natürlich viel zu schwer zu sprechen und im kindlichen Wortschatz auch nicht wichtig.

 

Manche Kinder sprechen diese Wörter richtig aus, benutzen sie auch schnell aktiv im eigenen Wortschatz, andere Kinder sprechen die Wörter nur der Spur nach richtig und setzen als Anfangslaut sehr häufig ein D- oder ein H- ein, manchmal auch ein B-, oder sie müssen diese wenigen Wörter oft hören, ehe sie sie selbst aktiv verwenden. Da jedes Kind anders Sprache aufbaut, müssen wir versuchen, jedem Kind den eigenen Weg so gut es geht zu ebnen.                        Th.Hiller

 

Drei Farben

Um immer wieder neue Anregungen zu geben, variiere ich das Thema Farbe: Wir haben seit kurzem große Teller in den Komplementärfarben und können diese mit Backwaren füllen. Natürlich holen wir auch andere Dinge aus unserem Kaufladen heraus und verteilen sie auf die Teller:

"auf den blauen Teller",

"auf den roten Teller" oder

"auf den gelben Teller".

 

Nun ist die Frage, wer welchen Teller bekommt:

 

Der Bär will den blauen Teller,

der Igel will den roten Teller,

der Hase will den gelben Teller...

 

Das Wort "möchte" klingt freundlicher, ist aber nicht so leicht zu sprechen wie das Wort "will".

 

Blaue und rote Fische

 

Eine andere Erweiterung kann das Spiel mit Fischen sein. Wir haben viele Fische in rot und blau (aus Holz oder aus Papier) und malen uns einen See.

 

Die Fische legen wir abwechselnd auf den See:

"einen roten Fisch" -

"einen blauen Fisch" -

"einen roten Fisch" -

"einen blauen Fisch" -

"einen roten Fisch"  ...

 

fisch-angelng

Auch das Wort See ist einsilbig und leicht zu sprechen !

 

Wer eine Angel mit Magneten hat, kann an alle Fische Büroklammern stecken und die Fische angeln.

Jedes Kind bekommt einen kleinen Eimer und legt jeden Fisch "in den Eimer."     

 

 

 

Tiere und Farben     (großes Arbeitsblatt zum Kopieren - siehe unten.)

 

Der Fisch, der Wurm, der Käfer, der Vogel, der Igel und der Hase wurden in den drei Grundfarben angemalt, die 4.Spalte habe ich bewusst frei gelassen, da bei dem einen oder anderen Kind die Farbe lila am leichtesten zu sprechen ist und daher als Einstiegsfarbe genutzt werden kann. Anderen Kindern hilft es, wenn die Tiere in ihrer Lieblingsfarbe vorhanden sind ...

 

Die Tiere sind ein- bis zweisilbig, da sie am ehesten gesprochen werden können. Ein Mädchen hatte das Wort Hase bereits sehr früh in seinem noch sehr kleinen Wortschatz.

 

Wortschatzerweiterung

Um den Wortschatz bei einem bereits vierjährigen Kind zu erweitern, habe ich 20 verschiedene Bilder in den Grundfarben angemalt.

Nun können wir mit dem Farbwürfel mit den Farben rot, gelb und blau (jeweils 2x) die verschiedenen Bilder erwürfeln und sagen:

"ich nehme den gelben Mond" ... und haben einen einfachen Satz mit Subjekt, Prädikat und Objekt.

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