Die Therapie des Lautes /sch/ - ein Dauerthema                    Theda Hiller

 

Spannend, aber auch mühsam ist die Anbildung dieses Lippenlautes.

Häufig gelingt er erst mit gut 3 Jahren richtig.

Meist lernen die Kinder die Lippenspannung richtig einzusetzen,

manchmal brauchen sie Unterstützung.

Diese Unterstützung ist eine wesentlich Aufgabe meiner ambulanten Sprachtherapie in den Kindergärten - ebenso wie sie eine der Haupt-

aufgaben der Logopäden mit Kindergartenkindern ist.

 

Da meine Therapie sehr spielerisch und am Kind orientiert aufgebaut ist, entstehen immer neue kleine Spielsequenzen, die ich teilweise in meinem Buch, einer Materialsammlung zur Sch-Therapie, zusammengestellt habe 

--> die beiden folgenden Unterkapitel:   "Einleitung"  und "Inhaltsverzeichnis".

 

Es gibt bereits einige Ergänzungen, die ich teilweise zur Verwendung hier veröffentliche.

--> "Sch - Therapie:  neue Ideen".

 

Schließlich habe ich mir während einer Veranstaltung mit Kollegen aus dem Schuleingangsbereich Gedanken darüber gemacht, mit welchen Spielen zum Laut /sch/ sich schulvorbereitende Aufgaben üben lassen. Dazu gehört auch der schnelle Abruf von Sch-Wörtern in wechselnder Reihenfolge - anhand der Bilder von Schafen, Schuhen, Schiffen und Schals.

--> "Sch-Therapie und Schulvorbereitung"  und "Schaf und Co - Schneller Abruf"

 

Allgemein sprachliche Themen behandelt mein Artikel in der Zeitschrift Praxis Sprache der Sprachheilarbeit

Heft 4 2014, herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik,

zu dem Thema: "Koartikulation".

 

 

 

 

Vielfalt und keine eindimensionale Sprachtherapie

 

An nebenstehendem Beispiel lässt sich gut erkennen, wie vielfältig Sprachförderung und -therapie sein kann:

Als ich merkte, dass ein kleiner Junge noch nicht zwischen den Begriffen auf und über differenzierte, nahm ich mir für die Folgestunde dies zum Thema. Wir hatten bereits eine Schatztruhe für Piraten gebastelt, einen Schatz bestehend aus Schwert, goldenem Becher, Ring, Schlüssel, Kelch, Goldtalern und Dolch ausgeschnitten und nun brachte ich eine Schatztruhe von Playmobil mit ca 20 kleinen Gegenständen mit.

Immer 2 Gegenstände legten wir auf die Schatztruhe, bzw. hielten sie über die Schatztruhe und sagten, wo sie sich befinden. Dieses Spiel, obwohl es keine wirkliche Spielhandlung hat, hielt der Vierjährige wunderbar durch. Anschließend nannten wir als Gedächtnisspiel drei Dinge, die zu einem Goldschatz gehören und wiederholten aus dem Gedächtnis:

"In meiner Schatztruhe sind ein goldener Becher, ein Schwert und eine Kette,"   -  für den Vierjährigen kein Gedächtnisproblem, sodass wir uns um die richtige Aussprache der Sch-Wörter kümmern konnten.