Sch - Laut

Wir sitzen zu viert am Tisch. Unser Thema heißt  "Sch"-Wörter.

 

Ein Kind hat das Vorstülpen der Lippen verstanden und spricht in der Übungssituation die meisten Nomen mit "Sch-" richtig. Ein zweisprachig aufwachsender Junge schaut mich immer mit großen Augen an, er sitzt dabei, beobachtet und lernt von den anderen und imitiert sie. Am Sprachverständnis fehlt es ...

 

Der dritte Junge hat phonetische und auch phonematische Versuche bisher unbeschadet überstanden.

 

Einer plötzlichen Idee folgend verteile ich alle Memorybilder verdeckt auf dem Tisch.

Dann fordere ich die Aufmerksamkeit aller ein und mache vor:

Meine Hand schnellt nach vorne, ich rufe dabei "s  c  h  -wupp" (langes sch) und bedecke eine Karte. Diese ziehe ich zu mir her, schaue sie geheimnisvoll an und verrate den Kindern, was ich mir geschnappt habe. Siehe da, der dritte Junge macht strahlend mit und schafft die richtige Sch-Bildung: das Vorschnellen der Hand und das Vorstülpen der Lippen wurden zu einer einzigen Bewegung.

Bei 24 Karten haben wir eine ausreichende "schwupp"-Übung, die er motorisch-kinästhetisch erfolgreich abspeichert. Denn in der Folgewoche macht er es wieder richtig!

 

Der Übertrag auf weitere Wörter ist nun noch zu leisten!

Sch - Laut zu Ostern

Zunächst haben wir mit viel Spaß den Pustehasen  ( --> Kigakinder --> Ostern ) über den Tisch sausen lassen, dann habe ich auf unsere Zeigefinger einen kleinen Hasenkopf mit langen Ohren gemalt, sodass wir mit den Fingerhasen mit "sch" über mehrere Stifte hüpfen konnten. Es waren nur 5 Stifte und der Junge am Anfang seiner Sch-Therapie hat kurzzeitig die Lippenspannung aufgebracht und 5 gute "sch" zustande gebracht.

Langgezogenes "Sch"

 

Da /sch/ ein Dauerlaut ist, suche ich immer wieder nach Möglichkeiten, ein lang-

gezogenes /sch/ zu lautieren. Dazu sollte sich eine langsame Bewegung der Arme nach vorne gesellen (analog zur Lippenbewegung!)

Gerne verwende ich Playmobilfiguren und Gegenstände!

 

Das Spiel ist sehr einfach:

Wir stellen 2 Personen / Tiere auf den Tisch und gruppieren einige Gegenstände in der Nähe.

Der Schneemann schiebt mit einem langen "sch" einen Gegenstand vorwärts - das Ziel lässt sich je nach Kind frei gestalten.

Der Hund hilft ihm dabei !

 

 

Später heißt unser Satz:             

   Der Schneemann schiebt einen Koffer.

   Der Schneemann schiebt einen Eimer.

   Der Schneemann schiebt einen Korb.  

   Der Schneemann schiebt einen Fisch.

 

   Was schiebt er noch?

 

Das Bild gebe ich als Arbeitsblatt mit nach Hause, darauf können die Kinder die Schiebebewegung einzeichnen und dabei ein langes "sch" lautieren.