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Schulvorbereitung mit dem Thema Schnee

 

Damit ältere Kindergartenkinder gut auf die Schule vorbereitet sind, benötigen sie neben etwas Ausdauer und Konzentration (auch für Dinge, die nicht so sehr ihrem Spielbedürfnis entstammen) etwas Vorwissen über die Schrift.

Früher nannte man dieses Wissen ganz passend Leselernvoraussetzungen, heute nennt man es die Entwicklung der Phonologischen Bewusstheit.

 

Am Thema Winter / Schnee lässt sich ganz gut erklären, was damit gemeint ist:

 

Zuerst lenken wir den Blick der Kinder vom Inhalt der Worte auf die Wörter selber, nennen zwei Wörter

und fragen danach, welches Wort länger ist. Gerne werden folgende Beispiele genannt:

Welches Wort ist länger: Elefant   oder   Maus

                                               Streichholzschachtel   oder  Schrank.

                                               Schneeball    oder   Schneemannbauch

 

Anschließend überlegen wir, welche Silbenzahl die Wörter haben.

Beim silbenweisen Sprechen wird üblicherweise geklatscht, das ist rhythmisch und spricht viele Kinder an      - nicht alle. Dann kommt unweigerlich die Frage: "Wieviele Silben hat denn nun das Wort."

Etliche Kinder bleiben die Antwort schuldig, da sie nicht alles gleichzeitig bewältigen:

  • Wörter sprechen,
  • in die Hände klatschen,
  • Silben zählen.

Daher spreche und klatsche ich mit den Kindern das Wort, da sie dies meistens so gelernt haben.

Anschließend spreche ich das Wort nochmals und zeige parallel dazu einen Finger nach dem anderen.

Diese Finger können wir nun abzählen und sagen, wieviele Silben das gesprochene Wort hat.

Viele Kinder benötigen diesen externen Speicher und machen nach kurzer Aufforderung bereitwillig mit.

 

Beispiel: 

 

 

 

 

 

 

 

 

             Win -                      ter -                          hand -                   schu -                        he

 

 

Auch Zusammengesetzte Wörter sind geeignet, ein Gefühl für die Wörter zu bekommen: 

Schneemann  -  Schneefrau  -  Schneebesen  -  Schneehase ... ,  

alle beginnen mit dem gleichen Wortteil  " Schnee - ".

 

Dazu gibt es meine Fotos vieler Dinge, die mit Schnee zu tun haben:

 

 

 

Nun folgen Reime, die den Blick auf die Anfangslaute lenken.

Die Kinder erleben, dass die Wörter Kopf und Topf ähnlich klingen, nur am Anfang unterschiedlich sind.

SChön ist immer, wenn wir sagen: "Der Schneemann hat einen Topf auf dem Kopf." Viele Kinder bemerken diese ähnlichen Wörter und finden es lustig!

 

Um Reime zu finden gibt es bereits viele Bilderpaare, die sich nur am Wortanfang unterscheiden.

Um passende Paare zu finden, lege ich anfangs gerne 3 Paare auf den Tisch und lasse zusammensuchen, was sich reimt. Einige Kinder brauchen lange Übung, bis ihnen Reimpaare vertraut sind und sie die passenden Wörter sicher finden.

 

Eine Erweiterung dieser Reimsuche sind Reimrätsel wie:

 

Die Schneefrau mit der Fahne isst gern süße S_______.   usw.  

 

Die Reime habe ich mir passend zu den Schneefrau-Bildern ausgedacht  -  siehe unten. 

 

Ein sehr schönes Schnee-Bilderbuch in Reimform stammt von Reinhard Michl:

"Es klopft bei Wanja in der Nacht".

 

 

 

Nun schließlich die Beachtung der Anfangslaute, die für das Lesen und Schreiben besonders wichtig sind: 

 

kein Seestern sondern Schneestern                                                                                        

kein Seemann sondern Schneemann.

 

 

Gerne lege ich 3 Bilder auf den Tisch und frage nach einem Anlaut:

Beispiel:   Schuh    Fisch    Maus        Frage:  was fängt mit   "m"   an?

 

oder schwieriger: womit fängt "Fisch" an?

 

 

Abschließend folgen zwei Bereiche, die das Handwerkszeug fürs Lesen und Schreibenlernen abrunden:

Der schnelle Abruf und die Graphomotorik:

 

 

Schneller Abruf der Wörter beim Betrachten ihrer Bilder: Winterkleidung benennen

Es gibt einen Test "Tephobe", der per Stoppuhr misst, in welcher Zeit ein Kind drei Monate vor Schulbeginn 50 Wörter (es sind nur 5 verschiedene Motive, die sich wiederholen) benennen kann. Beim Lesenlernen entspricht dies in der Lernphase der Buchstaben, dass die Kinder die Buchstaben, die sie sehen, mit dem entsprechenden Laut benennen können.

 

Graphomotorik: mit Schulbeginn sollten die Kinder so geschickt mit dem Stift umgehen können, dass sie die recht kleinen Buchstaben in richtiger Reihe hintereinander schreiben können. 

Als Vorübung bieten sich das freie Malen von Schneemann und Schneefrau

oder das Malen von vielen Schneeflocken

oder das Sprechen und Malen von Sprechmalversen zum Schneemann und zur Schneefrau an.

Eigene Ideen zur Übung der Graphomotorik finden sich im anderen Unterkapitel:

Wir üben malen - als Schulvorbereitung.

 

 

Um von allen diesen sechs Bereichen etwas aufzubauen, findet sich im halben Jahr vor der Einschulung genügend Zeit.

Daher muss man nicht alles auf einmal ansprechen, sondern kann sich jetzt in der Winterzeit eines der Themen, z.B. die zusammengesetzten Wörter mit Schnee herausgreifen  --> oben.

 

Liegt kein Schnee, finden sich einige Begriffe, die mit dem Wort "Winter" zusammenhängen:

Winterwetter,

Winterjacke,

Winterstiefel,

Wintermütze,

Wintersport,

Winterlandschaft                     oder mit dem Wort "Eis" :

 

Eiszapfen,

Eisfüße,

Eiswaffel,

Eisbecher,

Eissorte,

Eisglätte,

Eisregen,

Eisbär.

 

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