Frühling im Kindergarten  und in der Sprachförderung

Die Themen ranken sich um die Natur und um Ostern.

 

Dazu passen aus Sicht der Sprachförderung die Beiträge zum Wortschatzsammler                                  --> Kindergartenkinder --> Wortschatzsammler   

 

und als Unterkapitel der folgende Beitrag: Tierkinder und Rhythmus.

 

Dazu passen auch die Hasenthemen:

  • Hasenkim mit Sch-Wörtern
  • Hasenmengen zuordnen - vor allem für Kinder, die die 2 und die 3 nicht unterscheiden und meistens 1 2 4 abzählen   (in Arbeit)
  • Hasenkinder und Präpositionen

 

Siehe auch "Frühling mit allen Sinnen" in dem Kapitel                                                                     --> Kindergartenkinder  --> Jahreszeitliches

 

 

Neue Einheit: Blumen / Blüten  (April 2020):

 

 

Blumen und Blüten  -  Ideen für jüngere und ältere Kindergartenkinder    -   einige Ideen, die dazu geeignet sind, dass die Eltern mit ihren Kindern sprechen, basteln und spielen können. Bitte den Text vorlesen und gemeinsam überlegen, was zu tun ist. Weiter unten gibt es für Jüngere ein Farbwürfelspiel und für ältere Kindergartenkinder ein Blumenquartett.

 

Die ersten Blumen im Frühling:

 

Oh je, wie kann man sich die Namen nur merken?

Schneeglöckchen: es sieht aus wie eine kleine Glocke und blüht so früh, dass es oft von Schnee bedeckt ist.

Krokus: ein großer Kuss?

Gänseblümchen: vielleicht ist das die Lieblingsblume der Gänse?            

Wenn du willst, kannst du die Namen auch 5x sagen: Krokus   Krokus   Krokus   Krokus   Krokus   und dir dabei den Krokus in blau, oder gelb/orange vorstellen.

 

Es gibt einen netten Vers von Paul Maar als Fingerspiel:    --> Text

 

Zuerst halte ich meine Faust hoch,

dann zeige ich nach und nach alle

5 Finger.

 

Sind alle Finger da, suche ich mir jemanden in meiner Nähe – den Nebenmann? – und kitzele ihn ein wenig.

 

Danach können wir gemeinsam überlegen, was man noch mit den Fingern machen kann:

 

  • streicheln
  • kneifen  -   aua
  • antippen
  • was noch?

Nochmals 3 Blumen, die im Frühjahr blühen    -    könnt ihr euch die Namen merken?

 

Osterglocke: schon wieder eine Glocke, aber diese ist gelb wie die Sonne, viel größer und läutet zu Ostern.

Bauernbüble:  der Bauer hat bestimmt einen kleinen Sohn, der immer blaue Sachen trägt.

Löwenzahn: oh je, die Zähne vom Löwen sind ganz gelb, der braucht bestimmt eine Zahnbürste.

 

 

 

Jetzt hast du bereits viele Blumen gesehen. Kannst du Blumen selber malen   -   verschiedene Blüten?

Ich fange immer ganz einfach an:   die Blüte hat einen Punkt in der Mitte und dann …           

Die erste Blüte ist fertig, fehlen noch der Stängel und die Blätter. Zum Üben kannst Du ja allen Schafen eine Blume malen. Die erste Blume habe ich gemalt.    

 

 

 

 

Wenn du gut Blumen malen kannst, könntest du dir ja auch ein Blumenmemory malen:

  • Zuerst nimmst du ein Trinkglas, ein weißes Papier und einen Stift.
  • Das Trinkglas wird falschrum auf das Papier gestellt und umfahren, du malst also einen Kreis.
  • Male insgesamt 10 oder 12 Kreise oder noch mehr und schneide sie aus.
  • Nun solltest du auf 2 Kreise immer ziemlich gleiche Blumen malen. Vielleicht nimmst du einen roten Stift und malst 2 rote Blumen, die so aussehen wie die erste Blume. Dann nimmst du einen gelben Stift und malst 2 ziemlich ähnlich aussehende Blumen in gelb, usw.

 

Hier kommen drei weitere Frühlingsblumen, die du vielleicht auch in der Nähe findest:

 

 

Wenn du Lust hast, eine bunte Blume zu malen, dann könntest du wieder einen Kreis mithilfe vom Trinkglas aufmalen und diesen Kreis schön bunt anmalen. Anschließend greifst du das Papier und versuchst, es von hinten in der Mitte etwas zusammen zu drehen – fertig ist die Papierblume:

 

 

 

Es gibt eine nette Geschichte von der Kleinen Hexe, die sich Otfried Preußler ausgedacht hat:

Die kleine freundliche Hexe kommt auf den Markt und sieht dort ein Blumenmädchen stehen.

Das Blumenmädchen hat hübsche Papierblumen gefertigt. Aber niemand will die Papierblumen kaufen.

Das macht die Kleine Hexe traurig und sie murmelt einen Zauberspruch vor sich hin.

Gleich darauf ruft sie aus: „Aber deine Blumen duften ja!“. Und wie wunderbar sie duften! Auch andere Menschen bemerken den Duft. Im Nu hat das Blumenmädchen alle seine Blumen verkauft und ist ganz glücklich!

 

Vielleicht fallen in der Nähe viele Blütenblätter zu Boden. Diese könntest du aufsammeln und für ein Blumenbild verwenden:

  • Male eine Blume auf.
  • Fülle sie mit Klebstoff aus.
  • Streue die Blütenblätter darüber.

 

Bei mir sind es gelbe Blüten vom Bergahorn:  

 

 

 

Kannst Du auf dem folgenden Arbeitsblatt das, was fehlt, hinein malen?  

 (Ich muss mich für den leicht vergilbten Rand entschuldigen, das Arbeitsblatt habe ich 1991 gemalt.)

Wie heißt denn das, was fehlt?   Blütenstaub (Pollen),   Blatt,   Blütenblätter,  Blumentopf.

 

 

Das folgende Farbwürfelspiel erfordert etwas Arbeit: Du brauchst Farbstifte in den Farben deines Farbwürfels: meistens sind dies: rot gelb grün blau und orange. Male alle Blütenblätter an. Die 2 Blumen sollten für jeden Spieler kopiert werden.

Dann nimm den Farbwürfel und würfele. Es wird reihum gewürfelt, bis jeder 2 bunte Blumen fertig hat. Weiß ist die Wunschfarbe: wer weiß würfelt, darf sich eine andere Farbe wünschen: „Ich wünsche mir …“

 

 

 

Der hungrige Igel   von. Theda Hiller      (bitte vorlesen)                                     (auch aus dem Jahre 1991)

Der kleine Igel war aus seinem Winterschlaf erwacht.

Er reckte sich und streckte sich in seinem Laubhaufen, sodass es kräftig raschelte.

Der Igel gähnte herzhaft.

„Nanu, was knurrt denn da“, fragte er sich plötzlich. „Ich glaube, das ist mein Magen. Ich habe wohl Hunger. Am besten mache ich mich auf den Weg und suche Futter.“

Der Igel kletterte mit viel Geraschel aus seinem Laubhaufen heraus und sah sich um.

„Wo finde ich hier nur einen Leckerbissen?“ fragte er sich.

Der Igel lief an einem Zaun entlang und hatte Glück: das Gartentor stand offen.

Schnell schlüpfte der Igel in den Garten und steuerte geradewegs auf das Blumenbeet zu.

Bald hatte der Igel die ersten kleinen Schnecken gefunden. Er schnappte sich eine und schmatzte genüsslich vor sich hin.

Nun ließ auch sein Magenknurren nach.

Plötzlich hörte er neben sich eine leise Stimme: „Vielen Dank, kleiner Igel. Wenn die Schnecken nicht mehr an mir herumknabbern, kann ich doch noch wachsen. Dann werde ich doch noch eine große, gelbe Blume.“

Der Igel sah sich um und entdeckte eine winzig kleine Pflanze. Er freute sich über ihre Worte, waren doch die Schnecken seine Lieblingsspeise – und er konnte ihr helfen.

Er suchte noch eine Weile im Blumenbeet nach Schnecken, die die Blume so gestört hatten.

Nach vielen Tagen führte der Weg vom Igel wieder in diesen Garten. Er freute sich über die vielen Blumen, die dort nun in Ruhe wuchsen. Bald waren die Blumen so groß gewachsen, dass er sie über den Zaun hinweg leuchten sah.

 

 

Als Sprechmalvers eignet sich ein weiterer Vers von Knister/Paul Maar:  

Die Sonne wärmt die Blume,                  à einmal alle Blütenblätter malen,

der Regen macht sie nass.                    à wieder alle Blütenblätter malen.

 

Wenn du die Blume oft und mit vielen verschiedenen Farbstiften gemalt hast, kannst du sie vielleicht auch mit Malkreide groß auf den Hof oder Fußweg malen. Ich habe mir Tannenzapfen gesucht und versucht, die einzelnen Blütenblätter zu treffen. Zweimal habe ich sogar 3 Punkte erworfen.    

 

Wer will, kann auch eine Blume aus Stöcken auf die Wiese legen und mit den Tannenzapfen Zielwerfen üben.

 

 

 

Nun folgt eine weitere Runde von 3 Frühlingsblumen.                                    alle Fotos: Th.Hiller

 

 

 

Abschließend ist noch das Blumenquartett zum Kopieren zu sehen, das ich ebenfalls 1991 malte.

 

 

 

 

 

Zum Blumenquartett gehören:

Die Osterglocke, das Himmelschlüsselchen, das Bauernbüble (Traubenhyazinthe), die Sonnenblume, das Schneeglöckchen, die Ringelblume, das Stiefmütterchen, das Schneeglöckchen, der Löwenzahn, das Gänseblümchen und die Tulpe.

Der Schmetterling ist nur einmal vorhanden und bleibt zum Schluss übrig – er darf zu seiner Lieblingsblume fliegen.

Spielregel:

Alle Karten werden verteilt.

Reihum wird vom rechten Nachbarn eine Karte gezogen. Kann man mit einer eigenen Karte und dieser gezogenen Karte ein Paar bilden, wird dieses Paar auf den Tisch gelegt. Ein Kind behält schließlich den Schmetterling in der Hand …

Auf dem Tisch liegen dann:

Zwei Tulpen, zwei Ringelblumen, zwei Sonnenblumen, 2 Osterglocken    und:

zwei Stiefmütterchen, zwei Gänseblümchen, zwei Schneeglöckchen, zwei Himmelschlüsselchen,

zwei Bauernbüble und zwei Löwenzähne (laut Duden).

 

 

Suchen Sie sich das aus, was Sie gerne mit Ihrem Kind spielen mögen!

 

Viel Spaß

 

Theda Hilller