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Sterne + Kontextoptimierte Grammatikförderung

 

Nach Hans-Joachim Motsch liegen die zentralen Aufgaben der Grammatikförderung in den Bereichen:

  • Verbzweitstellung im Satz
  • Richtige Anpassung des Verbs an das Subjekt
  • Richtige Verwendung des Akkusativs (vor allem in der maskulinen Form: der - den )
  • Richtige Verwendung des Dativs
  • Verbendstellung im Nebensatz

 

Dies lässt sich in der Adventszeit mit Sternen wie folgt umsetzen:

 

  • „Ich nehme den roten Stern und du nimmst den blauen Stern.“     --> viele ausgestanzte Sterne werden nach Anweisung des Kindes auf vorbereitete Wolken gelegt und später aufgeklebt.
  • „Der Bär versteckt den kleinen Stern, der Hase versteckt den großen Stern.“    --> mehrere verschiedene Sterne liegen einmal groß und einmal klein auf dem Tisch. Die Stofftiere dürfen mithilfe der Kinder etwa 8 Sterne verstecken, die anschließend gemeinsam wieder gesucht werden.
  • „Der Bär sucht den gelben Stern“     --> auf dem Tisch liegen 4 – 8 verschiedene Sterne. Der genau gleiche Stern ist im Raum versteckt. Das Kind entscheidet sich für einen Stern, den es suchen möchte und läuft nun mit dem Bären in der Hand herum und sucht den passenden Stern.
  • „Die Sternschnuppe nehme ich.“    --> das Kind soll sich zwischen Stern und Sternschnuppe entscheiden. Durch diese gewichtige Entscheidung setzen wir das Objekt an den Anfang und können das in der 2.Position verbliebene Prädikat (nehmen) gut demonstrieren.
  • „auf den Stern / unter den Stern“   --> wir verteilen kleine ausgestanzte Sterne auf – unter einen großen Stern, üben damit die Präpositionen auf/unter und gleichzeitig in ganz kurzer Phrase den Akkusativ
  • „Wem gehört der bunte Stern?“   „dem Hasen“    --> oh je, Bär und Hase haben ihre Sterne durcheinander gebracht: der große Hase hatte die großen Stern, der kleine Bär hatte die kleinen Sterne, nun müssen wir alles wieder sortieren.
  • „Warum nimmst du den blauen Stern?“         „Weil blau meine Lieblingsfarbe ist!“  --> mehr fiel mir zur Nebensatzbildung leider gerade nicht ein.

 

 

 

Abschließend bleibt für mich die Frage, ob ich die Nominalisierung des Objektes überhaupt wegtherapieren soll, wenn sie im Dialekt immer häufiger den Akkusativ ersetzt: „ich hole mal der Hammer!“, und das Kind eine Akkusativform üben soll, die es in seiner Umgebung immer weniger hört.

 

Viel Spaß damit in der Adventszeit !

 

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