Frühling - Förderung ganz einfach    

                

(--> auch Kindergartenkinder, Jahreszeitliches, Frühling mit allen Sinnen)

  • Beispiel: Raupen

Aus Raupen wachsen Schmetterlinge, dies wird in dem Buch: "Die kleine Raupe Nimmersatt" von Eric Carle wunderbar dargestellt. Aber im Vordergrund steht die hungrige Raupe, die Verschiedenes isst. Das Essen der Raupe wird auf großen Bildern gut erkennbar vorgestellt. Am leichtesten können die Kinder natürlich "Eis" nachsprechen, also isst die Raupe Eis.

Darüber hinaus gelingen auch oft die Wörter Apfel, Birne, Pflaume, - aber Erdbeere und Orange sind dreisilbig und dadurch schwieriger zu sprechen. Im Weiteren isst die Raupe im Buch Käse, Wurst, Kuchen, Lolli, Gurke, Muffin (fast alles Zweisilber) und Melone. Da die Raupe am Ende dieser Bilderreihe ein trauriges Gesicht macht, kommentiere ich immer: "die Raupe hat zu viel gegessen - die sagt 'aua, aua mein Bauch'." Gerne wird dieses "aua aua" von Sprachanfängern wiederholt!

 

Im Sprachaufbau sind die Lebensmittel aus dem Raupenbuch gut geeignet - für die Kinder auch wichtig, da sie täglich mit ihnen umgehen. Von lautlicher Seite wären Nudel, Reis, Mais und Ei noch leicht zu sprechen.

 

Auch kann ich mit Kindern, die schon mehr sprechen, Satzaufbau üben:

Die Raupe frisst, der Bär frisst, der Papagei frisst ...

und mit erweitertem Satz:

Die Raupe frisst Kuchen, die Raupe frisst Äpfel, die Raupe frisst Käse ...

 

Am Ende des Buches ist die Raupe nicht mehr hungrig, sondern richtig satt, wird müde und schläft eine Weile. Danach wacht sie wieder (in einer neuen Gestalt) auf: ihr sind Flügel, lange Beine und lange Fühler gewachsen.

Sie ist ein Schmetterling geworden und kann fortfliegen - dieses Fortfliegen kann man darstellen, indem man das Buch hochhebt und die Buchseiten wie 2 schlagende Flügel bewegt!

 

  • Beispiel: Küken

Mit manchen Kindern steht die Übung des Mundschlusses nach dem ersten Wortschatzaufbau im Vordergrund. Aus gelbem Seidenpapier kann man kleine gelbe Papierknäuel in der Handinnenfläche formen (Hände des Kindes führen) und evtl. einen kleinen orangen Pappschnabel ankleben. Diese Kükenknäuel kann man wunderbar über den Tisch pusten und später für sie einen Stall aus Bauklötzen bauen.

Vielleicht ist es aber auch noch schöner, mit den Kindern zusammen ein Nest aus Heu oder den Resten der letztjährigen Lilien in einen Glasteller zu bauen. Dorthinein darf jeder seine kleinen Küken legen.

Andere Möglichkeiten zur Aufbewahrung der Küken, wenn man sie nicht zum Pusten (Mundschluss!) benötigt:

  • aus farbigen Fäden ein Nest auf Papier kleben 
  • mit Farbstiften ein Nest malen

Wie kann dann das dazugehörige Huhn aussehen? Aus einem weißen ausgeblasenen Ei mit Kamm?

 

Nun fehlt nur noch der Hahn zur Familie.

 

Übrigens: "Huhn", "Hahn" und "Ei" sind wieder besonders leicht zu sprechen. Für Kinder, die den Laut /k/ schon beherrschen, ist "Küken" nicht schwer - sonst sagen sie einfach /tüten/.